Hier entsteht eine barrierefreie Internetpräsenz des Projektes:

Ein Kooperationsprojekt von:

vorab Informationen zum Projekt hier:

DER RECHTSWEG IST NICHT AUSGESCHLOSSEN!

Bei der Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes gilt auch: Wer seine Rechte auf Leistung nicht kennt, kann diese nicht durchsetzen. Der Rechtsweg ist nicht ausgeschlossen ist ein Kooperationsprojekt des Bundesverbandes für körper- und mehrfachbehinderte Menschen e.V. (bvkm) und des Bundesverbandes Selbsthilfe Körperbehinderter e.V. (BSK). Die Verbände wollen mit dem Projekt Lotse und Leuchtturm auf dem Weg zur Teilhabe für jeden Einzelnen sein.  Ziel des durch die Stiftung Deutsche Behindertenhilfe geförderten und auf vier Jahre angesetzten Projektes ist der exemplarischer Aufbau und die Etablierung von Beratungsstellen, die eine unabhängige Beratung über Teilhabeleistungen und deren Durchsetzung für Menschen mit Behinderung und ihrer Familien anbieten. Die Neuausrichtung der Leistungen der Eingliederungshilfe auf personenzentrierte Leistungen hin eröffnet Menschen mit Behinderung eine größere Zahl von Entscheidungsoptionen, die wahrgenommen und umgesetzt werden müssen. Die Verbände bvkm und BSK wollen gemeinsam in Modellregionen aufzeigen, wie dauerhafte Strukturen zur sozialen und sozialrechtlichen Beratung, aufgebaut werden und zur Durchsetzung des Rechts zur gleichberechtigten Teilhabe beitragen können.

 

Diese individuell, kompetent und anwaltschaftlich, also nur dem Interesse der Ratsuchenden verpflichtete Beratung, verstehen beide Verbände als Ergänzung bestehender Beratungsmöglichkeiten. Sie geht durch ihren lebensbegleitenden Charakter aber auch weiter und zielt auf die dauerhafte Stärkung des Einzelnen durch Empowerment.

 

In unbekanntem Gewässer muss der Kapitän dem Lotsen vertrauen. Der Lotse ist dem Kapitän zum sicheren Geleit verpflichtet. Beide müssen mit dem sicheren Wissen in den gleichen Hafen einzulaufen auf Augenhöhe zusammenarbeiten. Zum jetzigen Zeitpunkt stehen Menschen mit Behinderung nur eingeschränkt Lotsen bei. Welche Leistungen gibt es? Welche können in Anspruch genommen werden? Wie können Ansprüche durchgesetzt werden? Diese Fragen werden oft durch die Rehabilitationsträger selbst beantwortet.  Es liegt auf der Hand, dass sich diese Beratung nicht allein an den Interessen des Ratsuchenden orientiert. Beide haben nicht das gleiche Ziel.

 

Der Ratsuchende kann nicht darauf vertrauen, dass ihm alle Untiefen genannt und sichere Wege gezeigt werden. Deshalb kann die Lotsenfunktion durch die Träger selbst nicht geleistet werden. Zusätzlich benötigt der Ratsuchende aber Informationen in allen Bereichen des für seinen Fall einschlägigen Sozialrechts.

 

Durch den einzelnen Rehabilitationsträger kann eine solche Beratung nicht erfolgen. Eine unabhängige Beratung liegt nur dann vor, wenn sie nicht durch die Leistungsträger oder Leistungserbringer erfolgt. Der unabhängige Berater als Lotse zur Teilhabe ist ausschließlich dem Ratsuchenden verpflichtet.

Er hat allein die Interessen des Ratsuchenden im Blick und bestimmt danach den Kurs durch ein Meer aus sozialrechtlichen Vorschriften, Leistungsträgern und Leistungserbringern.

 

Ziel des gemeinsamen Projektes ist durch ausgebildete und kompetente Berater/-innen in den Beratungsstellen eine hohe Qualität der Beratungsleistung zu gewährleisten. Um dies sicherzustellen, ist im Rahmen des Projektes vorgesehen, dass Fortbildungsseminare entwickelt werden und stattfinden. Diese sollen die Berater/-innen in ihrer selbständigen Beratungskompetenz stärken und einheitliche Standards in der Beratung garantieren.

 

Das Projekt wird in einer Kooperation mit dem Institut für Antidiskriminierungs- und Diversityfragen (IAD) der Evangelischen Hochschule Ludwigsburg wissenschaftlich begleitet. Das Institut untersucht die Wirksamkeit der Maßnahmen und entwickelt Rückschlüsse zur Optimierung und Weiterentwicklung der Beratung. Eine dementsprechende Evaluation des Projektes durch das IAD soll auch ein Ergebnis des Projektes sein.

 

Diese individuell, kompetent und anwaltschaftlich, also nur dem Interesse der Ratsuchenden verpflichtete Beratung, verstehen beide Verbände als Ergänzung bestehender Beratungsmöglichkeiten. Sie geht durch ihren lebensbegleitenden Charakter aber auch weiter und zielt auf die dauerhafte Stärkung des Einzelnen durch Empowerment. Diese Auftaktveranstaltung möchte alle Akteure zusammenbringen: Haupt- oder ehrenamtliche Berater aus den Strukturen der Leistungsträger, der Fachverbände, der Verwaltung und der Bundes,- Landes und Lokalpolitischen Ebene.

 

Am 26. und 27. Februar 2016 fand in Rheinsberg für die Mitglieder der Verbände und die Fachöffentlichkeit die Auftaktveranstaltung zu dem Projekt „Der Rechtsweg ist nicht ausgeschlossen“ statt.

 

 

 

 

 

Die Säulen des Projektes

DAS MODELLPROJEKT UMFASST 3 EBENEN

1 Auf regionaler Ebene sollen exemplarisch Beratungsstellen aufgebaut und etabliert werden. Zu den Aufgaben der Beratungsstellen gehören die individuelle Beratung und Begleitung von Menschen mit Behinderungen und ihrer Familien bei der Entwicklung und Verwirklichung von Lebensvorstellungen sowie der Erschließung von Ressourcen im unmittelbaren Umfeld und in der Gemeinde.
2 Auf überregionaler Ebene soll durch Informationsveranstaltungen Wissen vermittelt sowie ein Expertenpool aufgebaut werden. So kann eine Drehscheibenfunktion zur Vermittlung von lokalen Beratungsangeboten oder auch trägerübergreifender Zusammenarbeit übernommen werden. Die Weitergabe von Themen und Anliegen an die Bundesebene ist ebenfalls davon umfasst.
3 Auf Bundesebene werden Angebote der Begleitung der regionalen Beratungsstellen erarbeitet. Dies wird u.a. in der Form der Aufarbeitung und Bereitstellung von Materialien zu sozialrechtlichen Fragestellungen erfolgen. Zur einheitlichen Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung der Beratung werden Fortbildungen für die Fachkräfte konzipiert. So werden die Verbände im Rahmen eines Gesamtkonzeptes gemeinsam mit dem Institut für Antidiskriminierungs- und Diversityfragen an der Evangelischen Hochschule Ludwigsburg (IAD) die Beraterinnen und Berater der Standorte im durch eine berufsbegleitenden Weiterbildung qualifizieren.
1 2 3 Auf allen Ebenen dienen die Webseite www.derrechtsweg.de sowie die Projektzeitschrift für den Austausch sowie die Veröffentlichung der Projektentwicklung und der Ergebnisse. Diese sollen der interessierten Fachöffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden.
Auswertung des Projektes für eine nachhaltige Entwicklung
Um die Auswertung der Projektergebnisse zu sichern und im Sinne einer Nachhaltigkeit weiterentwickeln zu können, ist das IAD vertreten durch Frau Professorin Dr. Beate Aschenbrenner-Wellmann mit der wissenschaftlichen Begleitung sowie der Dokumentation der Evaluationsergebnisse für den gesamten Projektzeitraum beauftragt.
Beratungsstellen

Bitte klicken Sie auf die Stadt, um zur Beratungsstelle zu gelangen.

Erfurt Hannover Wilhelmshaven Bonn Karlsruhe
RÜCKBLICK
AUFTAKTTAGUNG 26.-27. Februar 2016 Rheinsberg
In der folgenden PDF Broschüre stellen wir die Inhalte und Ergebnisse der Tagung kurz vor. Ein ausführlicher Tagungsbericht wird im Frühsommer erscheinen.
Der Rechtsweg ist nicht ausgeschlossen!

 Aktuelles zum Projekt und zur AUFTAKTTAGUNG auf: